ADFC-Landesversammlung Bayern mit neuem Vorsitz

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Bernadette Felsch ist neue Landesvorsitzende des ADFC Bayern / Delegiertenversammlung beschließt Forderung „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ / ADFC-Landesverband gründet Frauennetzwerk

Armin Falkenhein und Bernadette Felsch

Armin Falkenhein und Bernadette Felsch

Landesvorstand ADFC Bayern

Landesvorstand ADFC Bayern

Die Landesversammlung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs Bayern hat am Samstag in Regensburg Bernadette Felsch zur neuen Landesvorsitzenden gewählt. Die ausgewiesene Radverkehrsexpertin fand in ihrer Antrittsrede klare Worte: „Der motorisierte Verkehr ist hoch subventioniert. Der Straßenbau verschlingt mit Abstand den größten Teil der Mittel für die Verkehrsinfrastruktur, weil die Verteilung der Gelder sich allein am Anteil des Verkehrsaufkommens orientiert. Holland und Dänemark zeigen, dass die Menschen nur dann auf das Fahrrad umsteigen, wenn entsprechend Geld für sichere und komfortable Radwege in die Hand genommen wird.“ Felsch ist seit 2015 stellvertretende Bundesvorsitzende des ADFC und war zwischen 2013 und 2014 als kommissarische Radverkehrsbeauftrage der Landeshauptstadt München tätig.

Als stellvertretender Landesvorsitzender wurde zudem Dr. Michael Stanglmaier neu in den Landesvorstand gewählt. Stanglmaier ist gleichzeitig Vorstandssprecher des ADFC Kreisverbandes Freising, Stadtrat und 3. Bürgermeister sowie Energie- und Umweltreferent der Stadt Moosburg und Kreisrat im Landkreis Freising.

Abschied von Armin Falkenhein
Bernadette Felsch löst Armin Falkenhein ab, der seit 2011 den Landesvorsitz innehatte und bereits von 1991 bis 2003 Vorsitzender des Landesverbandes Bayern war. Falkenhein: „Unser Ziel, dass das Fahrrad künftig ein wichtiger Bestandteil der Mobilität in Städten sein wird, ist in den Köpfen vieler Politiker angekommen. Wie verbindlich und engagiert wir dieses Ziel erreichen, ist nicht nur eine Frage des Wollens. Dafür wird es einen verbindlichen Rechtsrahmen geben müssen.“

Landesversammlung fordert „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“
Die Delegiertenversammlung gab dem Leitantrag des ADFC-Landesvorstands „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ einstimmig ihre volle Unterstützung. Ein Jahr nachdem die Bayerische Staatsregierung das „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ vorgestellt hat, zeigt sich, dass den dort genannten Zielen keine konkreten Maßnahmen gefolgt sind. „Ohne die Radverkehrsinfrastruktur enorm zu verbessern, bleibt das Kernziel des Radverkehrsprogramms reine Utopie. Wie soll der Radverkehrsanteil in Bayern bis zum Jahr 2025 auf 20 Prozent verdoppelt werden, wenn die Landesregierung dafür weder ausreichend Geld noch Personal einsetzt“, so Bernadette Felsch, Sprecherin der Initiative „Ein Rad-Gesetz für Bayern!“ und neue Landesvorsitzende.

Mit sechs Forderungen untermauert der ADFC Bayern die Notwendigkeit für ein bayerisches Rad-Gesetz:

  • Einen verbindlichen Maßnahmenplan zum „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“
  • Ein sicheres, komfortables, durchgängiges Radwegenetz in ganz Bayern
  • Gute Radabstellplätze – insbesondere auch an allen bayerischen Bahnhöfen
  • Eine Verdoppelung des Budgets für die Förderung des Radverkehrs
  • Erheblich mehr Personal für die Umsetzung des Radverkehrsprogramms Bayern 2025
  • Eine deutliche Verbesserung der Fahrradmitnahme in Bus und Bahn

Die Forderungen können auf der Aktionsseite www.radgesetz-bayern.de nachgelesen und unterstützt werden.

ADFC Bayern gründet Frauennetzwerk
Die Delegierten der Landesversammlung beschlossen zudem die Gründung eines Frauennetzwerkes im ADFC Bayern. Dieses soll den Austausch und das gegenseitige Mentoring von im ADFC engagierten Frauen stärken und deren aktiven Einsatz für den Fahrrad-Club insgesamt fördern.

Der neue Landesvorsitz des ADFC Bayern wird für zwei Jahre gewählt und arbeitet ehrenamtlich. Die weiteren acht Vorstandmitglieder bleiben bis zur nächsten Wahl 2019 im Amt.

Hinweise für Redaktionen
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Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 165.000 Mitgliedern, davon mehr als 25.000 in Bayern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

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