Nord-Süd-Fahrradachse durch Erlangen

Radverkehr

Ein Drittel der Erlanger Bürger erledigt Einkäufe in der Erlanger Innen­stadt überwiegend mit dem Rad. Die Nord-Süd-Fahrradachse durch Erlangen wird täglich von 6.000 Radfah­rern genutzt.

Apfelstraße in Erlangen

Im abgelaufenen Jahr 2013 hat sich der ADFC Erlangen intensiv mit der Nord-Süd-Fahrradachse durch Erlangen beschäftigt. Ein Ziel der Verwaltung der Stadt Erlangen war die Vereinheitlichung der Verkehrsregelung im Stadtzentrum und die Ausweisung eines gemeinsamen Bereiches für Rad­fahrer und Fußgänger. Ein Drittel der Erlanger Bürger erledigt Einkäufe in der Erlanger Innen­stadt überwiegend mit dem Rad. Eine ganztägige Freigabe der Hauptstraße und der anliegenden Plätze für den Radverkehr hätte es ermöglicht, Ziele innerhalb der Fußgängerzone für den Rad­verkehr zu erschließen. Nachdrücklich geäußerte Bedenken haben allerdings dazu geführt, dass die Stadt Erlangen von diesem Plan Abstand genommen hat.

Die Goethestraße ist derzeit in beiden Richtungen eine Hauptachse des Busverkehrs in Erlangen und daher für einen höheren Anteil von Radfahrern ungeeignet. Für die Fahrer der Busse ist es aufgrund des Toten Winkels eine Herausforderung, alles im Blick zu behalten, vor allem am Bahn­hofsvorplatz.

Die Strecke zwischen Kammererstraße und Apfelstraße kann seit ihrer baulichen Umgestaltung im Jahr 2008 von Radfahrern nur noch mühsam passiert werden. Parkende Autos und eine für Außen­bestuhlung gedachte Pflasterung vor den Restaurants haben Fußgänger und Radfahrer auf einen schmalen Streifen in der Fahrbahnmitte gezwungen. Die Stadt Erlangen erhofft sich nun, durch Ausweisung dieser Strecke als gemeinsamen Geh- und Radweg den motorisierten Verkehr heraushalten zu können, bislang mit mäßigem Erfolg. Der ADFC hat mehrfach bei der Verwaltung und der Politik vorgespro­chen, die Straßenverkehrs-Ordnung auch durchzusetzen. Die Strecke wird täglich von 6.000 Radfah­rern genutzt.

In kompakten Städten mit gemischten Siedlungsstrukturen und angenehmen Lebensbedingungen, so wie in Erlangen und den anderen Orten im Landkreis, hat der Radverkehr die besten Voraus­setzungen. Gleichzeitig ist ein hoher Anteil von Fahrrädern am Verkehr ein wesentliches Merkmal einer lebenswerten und attraktiven Stadt.

Der in letzter Zeit teilweise emotional geführten Diskussion über Verkehrsverstöße und rücksichtsloses Verhalten möchten wir entgegenhalten, dass Radfahrer und motorisierte Verkehrsteilnehmer in Erlangen insgesamt sehr gut miteinander auskommen. In Erlangen fährt fast jeder Rad: Jung und Alt, Führerscheinbesitzer und solche, die ohne auskommen.

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