Radverkehr muss Chefsache werden

Aktuelles Pressemitteilung

Die Position des Erlangener Radverkehrsbeauftragten muss gestärkt werden. Der ADFC Erlangen hat sich mit einem Brief an Oberbürgermeister Dr. Janik und an die Stadtratsfraktionen gewandt, damit die Position als Stabsstelle dem Oberbürgermeister direkt zugeordnet wird.

Die Blechlawine rollt durch Erlangen. Werktags strömen fast 80.000 Kfz alleine über die Talquerungen der Regnitz in die Stadt hinein und hinaus, Tendenz steigend. Der Radverkehr kann und muss hier und im gesamten Stadtgebiet für Entlastung sorgen.

Gleichzeitig existiert im Bereich der Radverkehrsinfrastruktur aber ein drastischer Aufholbedarf. Ein Gutachten aus 2015 sah Handlungsbedarf auf 524 Streckenabschnitten mit einer Gesamtlänge von circa 200 km. Die vom Stadtrat daraufhin beschlossene Prioritätenliste 2015, ja selbst die Liste aus 2010, wurden in wesentlichen Teilen allerdings bis heute nicht umgesetzt, z. B. die Höherlegung und Fahrbahndeckenerneuerung des Radwegs im Wiesengrund.

Wenn die einst gefeierte Fahrradstadt Erlangen auch in Zukunft Maßstäbe setzen will, ist ein/e Radverkehrsbeauftragte/r mit großem Handlungsspielraum essentiell. Joachim Kaluza ist im September 2018 überraschend verstorben. Die erforderliche Neubesetzung des Radverkehrsbeauftragten ergibt die Möglichkeit, die Stelle aufzuwerten und zur Chefsache zu machen.

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